Labouchere vs Oscar's Grind: 200.000 simulierte Roulette-Sessions
Labouchere und Oscar's Grind mit echten Zahlen verglichen: jeweils 100.000 simulierte Sessions an einem Kessel mit einer einzigen Null. Gewinnraten, wie oft die Punkte aufgebraucht werden, schlechteste Sessions und warum keines von beiden den Hausvorteil schlägt.
Auf einen Blick: Ergebnisse aus je 100.000 simulierten Sessions
| System | Im Plus beendet | Punkte aufgebraucht | Durchschnittliches Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Labouchere | 31,3 % | 67,8 % | -84,2 |
| Oscar's Grind | 68,5 % | 15,0 % | -35,4 |
Die beiden Systeme kurz erklärt
Labouchere: Du schreibst eine kurze Zahlenreihe auf, zum Beispiel 1, 2, 3, 4. Jeder Einsatz ist die erste Zahl plus die letzte. Gewinnt er, streichst du beide durch. Verliert er, hängst du den gerade verlorenen Betrag ans Ende der Reihe an.
Oscar's Grind: Oscar's Grind zielt auf genau eine Einheit Gewinn pro Zyklus ab. Der Einsatz bleibt nach einem Verlust gleich und steigt nach einem Gewinn um eine Einheit, aber nie so weit, dass ein Gewinn das Ziel von einer Einheit überschießen würde.
Die Zahlen im direkten Vergleich
| Labouchere | Oscar's Grind | |
|---|---|---|
| Sessions im Plus | 31,3 % | 68,5 % |
| Sessions, die ihre Punkte aufbrauchten | 67,8 % | 15,0 % |
| Durchschnittliches Ergebnis pro Session | -84,2 Punkte | -35,4 Punkte |
| Typisches Ergebnis (Median) | -360 Punkte | +55 Punkte |
| Schlechteste beobachtete Session | -500 Punkte | -500 Punkte |
| Durchschnittlicher Gesamteinsatz | 3.159,5 Punkte | 1.291,8 Punkte |
| Vom Hausvorteil vorhergesagter Verlust | 85,4 Punkte | 34,9 Punkte |
Das ehrliche Fazit
Keines der beiden Systeme schlägt den Hausvorteil, und die Tabelle zeigt das gleich zweimal. Der durchschnittliche Verlust jedes Systems steht direkt neben dem Verlust, den der Hausvorteil aus seinem eigenen Einsatz vorhersagt (85,4 Punkte für Labouchere, 34,9 Punkte für Oscar's Grind): Der Kessel nahm sich seine 1 von 37 von allem, was jedes System einsetzte, nicht mehr und nicht weniger.
Was sich tatsächlich unterscheidet, ist die Form des Risikos. Oscar's Grind landete häufiger im Plus (68,5 % gegenüber 31,3 %). Das Labouchere-System brauchte häufiger sein Spielkapital auf (67,8 % gegenüber 15,0 %). Oscar's Grind verlor im Schnitt weniger (-35,4 Punkte gegenüber -84,2 Punkten), vor allem, weil dabei insgesamt weniger eingesetzt wurde. Sich zwischen beiden zu entscheiden heißt zu entscheiden, welche Art von schlechtem Tag dir lieber ist, nicht, welches gewinnt.
Häufige Fragen
Was ist besser, Labouchere oder Oscar's Grind?
Keines, wenn man den Erwartungswert nimmt: Beide erzielten im Schnitt einen Verlust, der zum Hausvorteil auf den jeweiligen Einsatz passt (Labouchere -84,2 Punkte, Oscar's Grind -35,4 Punkte pro Session). Sie unterscheiden sich in der Form des Risikos. Oscar's Grind landete häufiger im Plus (68,5 % gegenüber 31,3 %), während das Labouchere-System häufiger die Punkte aufbrauchte (67,8 % gegenüber 15,0 %). Wähle, wenn überhaupt, danach, welchen schlechten Tag du lieber hättest.
Kann ich zwei Systeme kombinieren, um den Kessel zu schlagen?
Nein. Jede Mischung aus zwei Systemen ist immer noch eine Folge von Wetten an einem Kessel, der 1 von 37 eingesetzten Punkten behält. Die Kombination verändert also die Form deiner Ergebnisse, nie ihren langfristigen Durchschnitt. Genau das zeigen unsere Zahlen im direkten Vergleich für jedes einzelne System.
Teste beide selbst
Im Tab Strategy Simulator der App spielt jedes der beiden Systeme am Live-Tisch mit virtuellen Punkten, Chip für Chip. Sieh dir den schlechten Tag jedes Systems selbst an, statt uns einfach zu glauben.
Die Strategiekarten in der App messen jedes System an den Zahlen, die an deinem eigenen Tisch gefallen sind, mit einem größeren Budget und längeren Sessions, daher weichen ihre Werte von denen auf dieser Seite ab. Der Hausvorteil ist in beiden Fällen derselbe.